Ängste überwinden in Bielefeld und Gütersloh

Mit Hypnose Spinnenphobie behandeln

Wie entsteht die Angst?

Im Ursprung ist die Angst eine natürliche, körperliche Stressreaktion. Der Körper wird darauf vorbereitet, auf bedrohlich oder anscheinend gefährliche Situationen mit Angriff oder Flucht zu reagieren: Das Herz rast, die Hände werden feucht und man fühlt sich schlecht und mulmig. Auch wenn es heute nicht mehr Bären oder Mammuts sind, die uns in Angst und Schrecken versetzen, sondern meist eher Prüfungen, Gespräche mit dem Chef, Auftritte, Fahrstühle oder der Anblick von Spinnen – die körperliche Reaktion funktioniert noch nach demselben Schema wie bei unseren Vorfahren. Vergeht die Situation, die als überfordernde Gefahr wahrgenommene wurde, oder fällt uns eine neue Stärke zu, um damit besser umgehen zu können, verebben die Reaktionen unseres Körpers wieder. Der Alarm vergeht und der Alltag hat uns wieder.

Auf die Situation selbst haben wir meist keinen Einfluss. Die Prüfung bleibt, die Spinne auch. Aber auf unser Verhalten und vor allem auch auf unsere Fähigkeiten, mit diesen Situationen umzugehen, haben wir sehr wohl Einfluss. Wir müssen die Fähigkeiten aber erlernen bzw. lernen, sie einzusetzen.

Was löst übermäßige Angst aus?

Anders ist es, wenn die Ängste außer Kontrolle geraten, es über lange Zeit keine Entspannung mehr gibt und Angstauslösendes in vielen Bereichen des Alltags gesehen wird.

Wenn die Höhe einer Leiter die gleichen Körperreaktionen aufruft wie ein übertiefer Abgrund, es bei einer Prüfung um Leben oder Tod statt um eine gute oder schlechte Note zu gehen scheint, oder aber das Sprechen vor Menschen so empfunden wird, als stünde man vor einer Horde von Feinden, um nur einige Beispiele zu nennen. Und wenn die Angst vor der Angst hinzukommt.

In Situationen wie diesen werden dann Lebendigkeit und Freiheit immer mehr eingeschränkt. Die Welt, in der man sich ungehemmt bewegen kann, wird enger, und das Leben scheint zu einer Art (innerem) Gefängnis zu werden.

Prüfungsangst - trotz guter Vorbereitung

Bei vielen Menschen treten diese Angstsymptome bei Situationen auf, die sie als Prüfungen empfinden. Das sind nicht nur die Prüfungen im engeren Sinne, wie man sie von Schule oder Universität kennt. Oft treten diese Reaktionen auch bei Vorträgen oder Präsentationen auf, bei kleinen Ansprachen zu privaten Jubiläen oder bei Wortbeiträgen in beruflichen Meetings. Nicht selten auch bei künstlerischen Darbietungen, als Musikerin oder Schauspieler. Die Symptome reichen dann von übergroßer Nervosität bis zum kompletten Blackout.

Das ist mehr als Lampenfieber. Denn eine gewisse Anspannung unterstützt eigentlich die Leistungsfähigkeit eher noch. Sie hilft dabei, alle Energie und Konzentration für die Prüfung oder den Auftritt zu mobilisieren.

Blackout bei der Prüfung

Zuviel davon führt aber unter Umständen zu wachsenden Angstsymptomen und Vermeidungsverhalten.  Man sucht das berühmte Mauseloch, will einfach nur noch weg, erstarrt regelrecht. Die Betroffenen empfinden das oft als irrational, denn sie sind ja gut vorbereitet und in der Lage, die gestellten Aufgaben zu meistern, verstehen sich selbst und ihre Reaktionen also gar nicht.

Wo setzen Gestalttherapie und Hypnose bei Prüfungsangst an?

Die Therapie setzt hier an mehreren Stellen an. Bei der Entspannung, bei den Inneren Bildern und den Bewertungen. Der erste Schritt ist das Erlernen effektiver Entspannungstechniken, die Fähigkeit, „Entspannung auf Wunsch“ zu erlangen.

Entspannung und Angst vertragen sich nicht

Denn: Entspannung und Angst schließen sich aus. Gleichzeitig entspannt zu sein und Angst zu haben, ist schlichtweg nicht möglich. Die Angst weicht, wenn der Körper entspannt ist. Nach meiner Erfahrung basiert das Erleben der Hypnose meist auf einer inneren Entspannung, und durch die Möglichkeiten der Selbsthypnose wird dieser Aspekt noch zusätzlich gestärkt. Es können Techniken eingeübt werden, die dieses zielgerichtete Entspannen auf leichte und angenehme Art ermöglichen, um aufsteigenden Angstreaktionen schon im Aufbau etwas entgegenzusetzen.

Mit neuen Bildern eine neue Perspektive gewinnen

Der zweite Schritt setzt bei den inneren Bewertungen an. Denn aus meiner Praxis weiß ich: Die Angst beginnt im Kopf. Nicht die Situation selbst, sondern die Bewertung der Situation ist entscheidend. Ob etwas als bedrohlich oder sogar (lebens-)gefährlich erlebt wird, wird weitestgehend gesteuert durch die Muster unserer Vorerfahrungen, Überzeugungen und Werte, eben durch die Bilder, die wir uns von der Welt machen. Die Hypnose setzt bei diesen inneren Bewertungen und Bildern an, mit dem Ziel, die angsterzeugenden inneren Bilder zu weiten, zu lockern und durch Bilder und Ressourcen der Sicherheit und Stärke zu ersetzen.

Diese Schritte lassen sich erlernen. Je nach Art und Umfang der Ängste recht schnell, oder in kleineren Schritten. Bei einem ersten Termin können wir Ihr ganz persönliches Programm hierzu zusammenstellen, rufen Sie mich dafür einfach kurz an.